Pflege der Haare

Photobiomodulation und androgenetischer Haarausfall beim Mann: Vergleich der Wirksamkeit

Am 26. März 2026 - 6 Minuten Lesezeit
Photobiomodulation bei androgenetischer Alopezie bei Männern

Androgenetischer Haarausfall bei Männern äußert sich meist in einem schleichenden Haarausfall, der sich unbemerkt einstellt, aber nach und nach die Haardichte verändert. Diese häufige Entwicklung wirft eine einfache Frage auf: Wie kann man diesen Haarausfall begleiten und welche Ergebnisse kann man tatsächlich erwarten?

Unter den verfügbaren Ansätzen sticht die Photobiomodulation mittels LED oder Low-Level-Lasertherapie (LLLT) besonders hervor. Sie basiert auf der Wirkung von rotem Licht und liefert bei regelmäßiger Anwendung nachhaltige Ergebnisse.

Androgenetische Alopezie und Haarausfall verstehen

Androgenetischer Haarausfall hängt mit einer spezifischen Reaktion der Haarfollikel auf Androgene zusammen. Im Laufe der Jahre verlieren diese Follikel an Aktivität, produzieren dünneres Haar und führen schließlich zu verstärktem Haarausfall in bestimmten Bereichen der Kopfhaut.

Dieser Haarausfall verläuft nicht gleichmäßig. Er betrifft vor allem die Schläfen, den Haaransatz oder den Scheitel. Die Kopfhaut bleibt gesund, doch die Haarbildung lässt allmählich nach.

In diesem Zusammenhang geht es nicht darum, den Haarausfall vollständig zu stoppen, sondern die noch aktiven Haarfollikel zu unterstützen. Genau hier setzt die Photobiomodulation an.

Photobiomodulation: Behandlung von Haarausfall mit Licht

Bei der Photobiomodulation kommen LEDs oder Laser mit geringer Intensität (LLLT) zum Einsatz, meist im roten Lichtspektrum. Dieses Licht dringt in die Kopfhaut ein und wirkt direkt auf die Zellen, die am Haarwachstum beteiligt sind.

Im Zusammenhang mit Haarausfall zielt dieser Ansatz darauf ab, die Funktion der Haarfollikel zu unterstützen und die Auswirkungen des Haarausfalls zu begrenzen.

In den Sitzungen werden verschiedene Mechanismen untersucht:

  • Die Haarwachstumsaktivität anregen, um den durch Alopezie bedingten Haarausfall zu verlangsamen
  • Die Mikrozirkulation der Kopfhaut verbessern, um die Haarfollikel zu stärken
  • Die Wachstumsphase des Haares verlängern, um sichtbare Ergebnisse zu erzielen

Es handelt sich nicht um eine sofortige Veränderung, sondern um eine schrittweise Pflege der Haare.

Welche Ergebnisse sind hinsichtlich Fallverhalten und Dichte zu erwarten?

Die Ergebnisse der Photobiomodulation bei androgenetischer Alopezie variieren von Person zu Person. Sie hängen insbesondere davon ab, wie lange der Haarausfall bereits besteht und in welchem Zustand sich die Haarfollikel befinden.

Bei manchen Männern lässt sich Folgendes beobachten:

  • Eine allmähliche Verringerung des Haarausfalls, insbesondere in den noch aktiven Bereichen
  • Dickeres Haar, was den Eindruck von Fülle verstärkt
  • Einheitlichere visuelle Ergebnisse mit weniger Kontrast zwischen den lichten Stellen

Diese Ergebnisse zeigen sich in der Regel im Laufe der Behandlungen. Regelmäßigkeit spielt dabei eine entscheidende Rolle. Bei langjährigem Haarausfall können die Ergebnisse jedoch weniger deutlich ausfallen.

Photobiomodulation oder Haarpflege: Wie wirksam sind sie?

Bei Haarausfall zielen herkömmliche Haarpflegeprodukte (Lotionen, Shampoos) vor allem darauf ab, das Aussehen der Haare und das Wohlbefinden der Kopfhaut zu verbessern. Sie können den Haarausfall begleiten, ohne direkt auf die tiefgreifende Aktivität der Haarfollikel einzuwirken.

Die Photobiomodulation zeichnet sich durch ihre gezieltere Wirkung auf die Mechanismen aus, die mit Alopezie und Haarausfall zusammenhängen.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

  • Haarpflege: Verbesserung des Aussehens und Unterstützung bei Haarausfall
  • Photobiomodulation: Stimulation der Haarfollikel zur langfristigen Sicherung der Ergebnisse

Diese beiden Ansätze lassen sich kombinieren, um die Gesamtergebnisse zu optimieren.

Photobiomodulation und Transplantation: Welche ergänzenden Ergebnisse lassen sich erzielen?

Bei fortgeschrittenen Formen von Haarausfall ist eine Haartransplantation nach wie vor eine Option. Sie ermöglicht es, Haare in die lichten Stellen zu verpflanzen, stoppt jedoch den Haarausfall in den nicht transplantierten Bereichen nicht.

Die Photobiomodulation kann dann ergänzend eingesetzt werden, wobei positive Auswirkungen auf die Kopfhaut zu erwarten sind.

Es kann verwendet werden:

  • Vor einer Haartransplantation, zur Vorbereitung der Kopfhaut und zur Eindämmung des bestehenden Haarausfalls
  • Nach einer Haartransplantation, um das Wachstum der transplantierten Haare zu begleiten und die Ergebnisse zu unterstützen

Diese Kombination ist Teil eines ganzheitlichen Ansatzes zur Behandlung von Haarausfall.

Häufigkeit der Sitzungen und Entwicklung der Ergebnisse

Die Ergebnisse der Photobiomodulation beruhen auf wiederholten Behandlungen. Eine einmalige Anwendung reicht nicht aus, um den Haarausfall nachhaltig zu beeinflussen.

Die üblichen Empfehlungen lauten:

  • Kurze Sitzungen von wenigen Minuten pro Bereich
  • Regelmäßig, mehrmals pro Woche
  • Kontinuität über einen längeren Zeitraum, um die erzielten Ergebnisse zu sichern

Bestimmte LED- oder Lasergeräte, die einem Helm ähneln, erleichtern diese Regelmäßigkeit und ermöglichen es, die Sitzungen in den Alltag zu integrieren.

Preis und Erreichbarkeit: ein zu berücksichtigender Faktor

Die Preise für Photobiomodulationsgeräte variieren je nach verwendeter Technologie (LED oder LLLT) und der Qualität der Geräte. Diese Anfangsinvestition mag hoch erscheinen.

Dafür ermöglicht es eine wiederholte Anwendung ohne Kosten pro Sitzung, was bei einer langfristigen Behandlung von Haarausfall von Vorteil sein kann.

Die Wahl hängt oft vom angestrebten Ziel und dem Umfang des Engagements bei der Behandlung von Haarausfall ab.

Ein schrittweiser Ansatz bei Haarausfall

Die Photobiomodulation heilt Haarausfall zwar nicht, kann aber dazu beitragen, dessen Verlauf besser zu begleiten. Sie richtet sich vor allem an Männer, die bereits bei den ersten Anzeichen von Haarausfall etwas dagegen unternehmen möchten.

Die Ergebnisse basieren auf einem einfachen Prinzip: die noch aktiven Haarfollikel zu stärken, den Haarausfall zu verlangsamen und das Aussehen der Haare schrittweise zu verbessern.

Da jede Situation anders ist, bevorzugen manche eine Kombination verschiedener Lösungen, während andere auf regelmäßige Rotlichtbehandlungen setzen.

In jedem Fall ist die Photobiomodulation Teil eines behutsamen Ansatzes, bei dem sich die Ergebnisse erst im Laufe der Zeit, durch Beständigkeit und Konsequenz, einstellen.